Wie kam man zum gläsernen Christbaumschmuck?
Ursprünglich hängte man zu Weihnachten Äpfel, Nüsse, Zapfen und manchmal auch Süßigkeiten an den Tannenbaum. Weil ein armer Lauschaer Perlenmacher sich solche Sachen nicht  leisten konnte, kam er auf die Idee sie aus Glas nachzuahmen, das soll etwa im Jahre 1836 gewesen sein. So entstanden die Christbaumkugel und nach und nach immer mehr Symbole aus Glas. 1848 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung in einem Auftragsbuch eines Glasbläsers.

Die Wiege des gläsernen Christbaumschmuckes stand also hier in Lauscha. Durch das Verlagshaus Woolworth wurde der Lauschaer Christbaumschmuck um 1880 in der ganzen Welt bekannt gemacht. Auch heute produziert man noch nach alter Tradition.
Prachtvolle Glasstücke  versilberte man zuerst mit einer Zinn-Blei-Legierung. 1870 ging man dann zu Silbernitrat über.

Die Geschichte von Lauscha ist ganz eng mit unserer Familie Greiner-Mai verbunden. Wir sind eine Lauschaer Glasbläserfamilie und fertigen noch heute in unserer Manufaktur wie vor 150 Jahren Repliken von Original Lauschaer Christbaumschmuck – Made in Germany. Der erste Christbaumschmuckbläser Christian Günter Greiner-Mai genannt „Finstermai“ geb. 1822 in Lauscha, unser Vorfahre, wird in der Literatur als Mitbegründer des Lauschaer Christbaumschmuck erwähnt. Er fertigte bereits 1830 kleine Glasfrüchte für die Schmuckherstellung.
Daraus ist nachweislich der weltbekannte Lauschaer Christbaumschmuck entstanden. Weiter geführt wurde die Kunst der Herstellung dieser gläsernen Kostbarkeiten vom Sohn „Finstermai“ Ernst Greiner-Mai und dessen Sohn Otto Greiner-Mai.

Aber woran erkennt man mundgeblasenen Christbaumschmuck?
Die mundgeblasene Kugel ist recht leicht und dünnwandig und hat hier unten einen kleinen Zipfel, auch Linse genannt. Ein weiteres Merkmal für Handarbeit ist die kleine Verschlusskappe. Wenn man diese abnimmt, kann man sehen, dass die Öffnung  viel kleiner ist als bei einer Maschinenkugel. Weiterhin ist die Maschinenkugel unten glatt.
Alte Formen werden in den Familien vererbt, jedes Stück wird mundgeblasen, von Hand versilbert und handbemalt. Also ist jedes Stück ein Unikat.

Wie stellt man eine mundgeblasene Kugel her?
Zuerst wird ein Glaskolben gefertigt, diese gibt es in verschiedenen Größen. Der Glasbläser erwärmt das Glas an der Lampe und bläst den Kolben zu einer Kugel auf. Es gibt 3 verschieden große Glaskolben.
Im nächsten Arbeitsschritt wird der Baumschmuck versilbert. In die Kugel wird Silbernitrat eingefüllt, anschließend wird die Kugel in 60 Grad heißem Wasser hin und her geschwenkt, bis sich das Silbernitrat gleichmäßig verteilt hat. Die Flüssigkeit wird ausgeleert und muss trocknen.
Nun muss die Kugel in den gewünschten Lack getaucht werden, hier verwendet man geheime Rezepturen. Besonders interessant ist Eislack, bei einer bestimmten Temperatur entstehen ganz unterschiedliche Eiskristalle, deren Bildung (Größe) man nicht beeinflussen kann. Eislack ist sehr kratzempfindlich. Ist der Lack getrocknet, wird die Kugel handbemalt.
Zum Schluss wird der Spieß abgetrennt und das passende Hütchen aufgesteckt.

Herstellung eines Ornaments
Auch hier wird zuerst dieser Glaskolben gefertigt, er wird erwärmt und dann in eine Form gegeben, so dass die Produkte eine gleichmäßige Gestalt bekommen. Die Formen sind aus Keramik oder Gips.
Bei dieser Methode entsteht  eine Naht, da die Form aus 2 Teilen besteht. Beim Aufblasen lässt sich die Form nicht vollständig schließen. (Vogel und Eichel zeigen)
Die Formen sind sogenannte Repliken aus den golden years 1870 – 1920. Das Merkmal sind diese 3 Punkte und die porzellanähnlichen Gesichter - sind Sammlerobjekte.

Der Weihnachtsmann ist von innen versilbert und von außen handbemalt.
Glocken werden in Form geblasen, wobei eine mundgeblasene Glocke klingelt und eine maschinell geblasene unten zu ist. Bei der mundgeblasenen Glocke wird der Haken für den Klöppel heiß eingearbeitet.
Reflexkugeln oder Einstichkugeln – hier wird erst Kugel aufgeblasen, dann Punkt erwärmt und mit dem Stößel eingedrückt. Anschließend wird die Kugel versilbert und bemalt.

Formensymbolik

Weihnachtsmann - wird von den Kindern sehnsüchtig erwartet, symbolisiert das weihnachtliche Schenken.
Engel - ist der Bote des Himmels
Vögel - sollen Zugvögel zurücklocken, damit Frühjahr  kommt
Glocken - läuten Heilige Nacht ein
Kugeln - ähneln der Form des Apfels, stehen für Unendlichkeit, ohne Anfang und Ende    
Eiszapfen - symbolisieren den Winter
Früchte - stehen für Reichtum aus der Natur

Weihnachtsgurke - ist ein ganz exklusives Weihnachtsgemüse, welches natürlich wie alles liebevoll, detailverliebt mundgeblasen, gemalt und geglimmert wird.
Brauchtum: Vor der Bescherung wird die Gurke im Weihnachtsbaum versteckt. Die Kinder suchen dann aus einiger  Entfernung nach der Gurke. Derjenige, der zuerst die Gurke entdeckt, darf als erster seine Geschenke öffnen.  Entsprechend der Anzahl an Kindern, können auch mehrere Gurken im Baum versteckt werden. Diesen altdeutschen Brauch hat man in Amerika wiederentdeckt und zurück nach Deutschland gebracht.


Farbensymbolik

Jede Farbe hat eine bestimmte Bedeutung aber es kommt auch auf die Empfindung des einzelnen Menschen an.

Rot - Farbe des Blutes, des Feuers, der Liebe und Leidenschaft. Sie ist die stärkste aller Farben, verleiht uns Mut, Kraft, Entschlussfreudigkeit; vermittelt Wärme.
Gold - Farbe des Prachtvollen; erinnert an die Strahlen der Sonne; gilt als vornehm und edel. Ist eines der Geschenke, die dem Jesuskind in die Krippe gelegt wurde. Steht für Weisheit, Klarheit, Lebenskraft, Inspiration.
Silber & Weiß - stehen für Reinheit, Vollkommenheit und Licht, aber auch für Frost und Kälte, die die Natur zum erholen brauchen. Symbolisieren Unschuld, Tugend, Weisheit und Frieden.
Braun - steht seit Urzeiten für das Feste und Sichere unter unseren Füßen. Symbolisiert Mutter Erde und verströmt Wärme, Geborgenheit und Bodenständigkeit, ist die Farbe der Anspruchslosen.

Natürlich interessiert Euch jetzt die Trendfarbe des Jahres. was die sicherlich mit die meistgestellte Frage ist. Die Antwort ist aber nicht wirklich entscheidend, denn wir alle (fast ;) ) schmücken unseren Weihnachtsbaum mit den Kugelfarben, die wir in unserer Kindheit kennen- und lieben gelernt haben - Rot, Gold und Silber.

Jetzt wissen Sie einiges mehr rund um unseren gläsernen Lauschaer Christbaumschmuck. Möchten Sie den perfekten Baum schmücken, dann seien unser Gast, wenn wir ab Herbst unsere beliebten Kurse Weihnachtsbaumschmücken mitten in der schönsten Weihnachtswelt Deutschlands anbieten. Unsere Weihnachtsfee Caroline schmückt mit Ihnen in DEN BAUM. Mehr hier >>> unter Weihnachtsbaumschmücken.

noch 33 Tage bis Weihnachten ;-)

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